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 Die Kippe

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gaulois
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Beitrag 196 von 199
BeitragVerfasst am: 26 Aug 2019 23:44    Die Kippe  Antworten mit Zitat Nach oben

allo Karl,
das hat ja quasi Tradition...




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Karl
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Beitrag 197 von 199
BeitragVerfasst am: 03 Okt 2019 14:54    Die Kippe  Antworten mit Zitat Nach oben

allo
und


allo @Gerd/gaulois

« Gerd/gaulois » hat folgendes geschrieben:
......das hat ja quasi Tradition.....


Ja, da ich mein Moba-Spiel "Die Kippe" in etwa an die Herrschaftszeiten
des Erich Honecker anlehne, bemühe ich mich um artgerechtes Ambiente.

Als ich im Beruf stand, habe ich mit dem Pkw mehrere Dienstreisen
nach Schkopau im Bezirk Halle unternehmen dürfen. Im BUNA-Chemie-Komplex
wurde von einem Dortmunder Chemieanlagenbau-Unternehmen damals eine
PVC-Produktions-Anlage errichtet. So habe ich die Kontakte mit den Planungs-
Ingenieuren des Kunden in guter Erinnerung behalten und zitiere hier manchmal
deren humorvollen Randbemerkungen.

So durchsetzt sich mein Moba-Spiel auch ab und an mit meinen Erinnerungen,
z.B. daran, dass ich mich beruflich mit den TGL zu befassen hatte.

Auch erinnere ich einen mehrtägigen, dienstlichen Aufenthalt
im "INTERHOTEL" in Halle. An einem Abend besuchte ich einen vom Kulturbund
gestalteten Vortragsabend in einem der Gesellschaftsräume des Hotels.

Der Kulturbund hatte seinen Vortragenden Theo Wuttke zum Thema
'Reisen des Theodor Fontane' angekündigt, was meine Neugier hervorrief.

Nach dem Vortrag gestattete ich mir noch einen Schlaftrunk in der Hotelbar
beim Barmann Günther. An der Bartheke setzte ich mich neben Theo Wuttke
hin. Ich fragte ihn, ob er denn wisse, dass Fontane in seinem Roman "Cecile"
damit beginnt, dass er die Protagonistin zur Erholung mit dem Zug nach Thale
reisen lässt.

Selbstverständlich wusste Theo Wuttke Bescheid. Er plauderte mit mir dann noch
darüber, wie zur einhundertfünfzig maligen Wiederkehr des Geburtstages
des Authors der Kulturbund einen Sonderzug von Berlin-Lichtenberg nach Thale
hin und zurück habe verkehren lassen. Der Sonderzug sei am 30. Dezember 1969 los
gefahren und habe am Neujahrsnachmittag zur Rückreise in Thale bereit
gestanden.

In die Reisegesellschaft seien im Wesentlichen die Berliner Kulturschaffenden
aufgenommen worden, einige davon seien in historischen Kostümen gereist und
er, - Theo Wuttke -, habe Fontane-Gedichte rezitiert.

In Thale angekommnen, seien die kostümiert Angereisten vom örtlichen
Fotografen, - Herrn Georg Klambert -, auf dem Bahnsteig vor dem Zug
fotografiert worden. Der Zug, nämlich der Traditionszug der Reichsbahndirektion
Magdeburg -, habe eine angemessene Umgebung für die als "Cecile"-Gedenkfeier
gestaltete Kulturbundtagung in Thale geboten.

Während der Kulturbund noch tagte, nutzte unser 'Foto-Schorsche' die Zeit und
nahm den in Quedlinburg-Nord abgestellten Traditionszug am Neujahrsmorgen auf.
Anschließend hatte er den Traditionszug mit seiner T16/BR94 als Übergabe
zum Bahnhof Thale zu bringen.

Unser 'Foto-Schorsche' sammelt vorzugsweise Bilder von Altbau-Fahrzeugen
auf Reichsbahngleisen. Besonders gern widmet er sich dem am Zugende
laufenden vierachsigen Abteilwagen.



Vom erhöhten Standort aus kann er auch den Oberlicht-Dachaufbau des
vierachsigen Abteilwagens mitsamt dem umgebenden Bahngelände erfassen.



Ebenfalls lichtet er den Traditionszug in seiner ganzen Länge ab.



Immer noch vom erhöhten Standort aus spendiert er sich wegen der Einzelheiten
des Bremserhauses des vierachsigen Abteilwagens ein zusätzliches Bild.



Abschließend betrachter er das Bremserhaus-seitige Ende des vierachsigen
Abteilwagens in Augenhöhe.



Im Anschluß an diese Aufnahmen tritt unser 'Foto-Schorsche' wieder den
Dienst auf seinem 'Loki', - seiner T16/BR94 -, an, um den Traditionszug
als Übergabefahrt nach Thale zu bringen.

MfG
Karl

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Beitrag 198 von 199
BeitragVerfasst am: 10 Okt 2019 1:40    Die Kippe  Antworten mit Zitat Nach oben

allo

Heute erhielt ich das nachstehend gezeigte Buch.



Es enthält auch Bilder, in denen ein zweiachsiger gedeckter Güterwagen aus
einem Leipziger Wagonbaubetrieb gezeigt wird. Er fiel mir auf, weil seine
Blechwände mit sieben horizontalen Sicken ausgesteift sind.

Nun bietet BRA*WA ein dementsprechendes Modell an und informiert darüber
wie folgt:

INFORMATIONEN ZUM VORBILD
Güterwagen wurden und werden bei der Bahn immer gebraucht.
Die Deutschen Reichsbahn (DR) konnte in den 1950ern durch Umbauten
und Modernisierung zwar kurzfristig Abhilfe schaffen, langfristig war man
sich jedoch klar, dass andere Lösungen her mussten.
Das RAW "Einheit" Leipzig entwarf daher 1965 einen im Wesentlichen
den Vereinheitlichungsmerkmalen nach UIC-Merkblatt entsprechenden Glmms Wagen.

Die durch einen Probewagen gewonnenen Erkenntnisse flossen in die ab 1968
produzierten Serienwagen ein, welche nun als Glmms 14.05 (später Gbs 1500)
bezeichnet wurden.

Der Aufbau, mit seinen markanten gesickten Seitenwänden, entstand komplett
als Schweißkonstruktion. Die Seitenwände sind dabei bis auf die Unterkante
der Rahmenaußenlangträger heruntergezogen und die Kastenprofile mit ihr
verschweißt.

Dadurch konnten die seitlichen Kastenstützen vereinfacht werden.
Um beim Verladen Beschädigungen der Blechwände zu vermeiden, kleidete man
die Wagen innen mit Holz aus.

Der Boden bestand aus üblichen Kieferbohlen und war für die Beladung
mit Gabelstaplern geeignet.

Basierend auf der in über 17.000 Stück gebauten Gbs 1500 Konstruktion,
entstanden in der Folgezeit verschiedene weitere Varianten
wie Wärmeschutzwagen, Expressgutwagen oder Mannschaftswagen.

Da die Produktionskapazität der eigenen Werke hier an ihre Grenzen stieß,
ließ man auch im angrenzenden Ausland und sogar Spanien Wagen herstellen.
Durch die RIV, MC bzw. OPW-Verkehr Tauglichkeit waren die Wagen relativ
freizügig über die Landesgrenzen der DDR hinaus einsetzbar und waren
somit auch schon vor der Wende häufig in Zügen der Bundesbahn zu beobachten.

Bis zur Gründung der DB AG waren noch immer ca. 7.000 Wagen im Einsatz.

Soweit also die BRA*WA-Informationen.

Den Wagen kann ich auf meiner Moba "Die Kippe" sowohl in Güterzügen als
auch in Personenzügen verkehren lassen, genau so, wie es aus der Praxis
der Deutschen Reichsbahn (DR) in den Bildbänden gezeigt wird.

Zunächst bringt der Dienstpersonenzug (Dstp) den Glmms-Wagen nach
'Quedlinburg-Nord'



Unser 'Foto-Schorsche' nutzt die Gelegenheit zu einigen Aufnahmen.



Hier hat er ausschließlich den Glmms-Wagen ins Bild gesetzt.



Nun widmet er sich dem beschriftungsseitigen Teil des Wagens.



Dann muss es auch noch die Stirnseite sein.



Dann geht er wegen der Beschriftung des Glmms-Wagens näher heran.



Nun, da der Glmms-Wagen in die Übergabeeinheit zur Papierfabrik nach
Weddersleben eingestellt ist, zeigt er uns, zu welchen Fortschritten der
Leipziger Wagonbaubetrieb im Vergleich zu den Vorkriegsfahrzeugen in
der Lage gewesen ist.



Der Glmms ist eine auffallende Erscheinung zwischen den Fahrzeugen aus der
Vorkriegszeit



Die Werkslok der "Blechhütte", - die "DE 31" -, wird Anschubhilfe
leisten.



Noch ein letztes Bild vom abendlichen Dstp.



Dann verfügt sich unser 'Foto-Schorsche' auf sein 'Loki' und tritt
mit seinem Dstp die Rückreise nach Halberstadt an.

MfG
Karl

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Beitrag 199 von 199
BeitragVerfasst am: 13 Okt 2019 8:52    Die Kippe  Antworten mit Zitat Nach oben

allo Karl,
ich habe still mitgelesen, weil ich inhaltlich wenig zu den Geschichten beitragen kann, wollte aber dann doch mal - weil es ansonsten auch sehr still ist hier - kundtun, dass mir das Erzählte gefallen hat.

Man muss das in Ruhe lesen, was bedeutet, dass man sich Zeit nehmen muss, um das, was Du schreibst auch aufnehmen zu können. Das ist in meiner gegenwärtigen Phase ein gutes Training für das ruhiger Werden und Konzentrieren auf ein Thema.

Danke dafür.

Ansonsten freue ich mich natürlich immer, Dinge aus einer Welt zu erfahren, die ich nie kennengelernt habe, weil ich ja quasi am gegenüberliegenden Ende der Republik wohne und erst seit wenigen Jahren und auch nur im Urlaub noch "die Reste" der alten Zeit wahrnehmen kann, wo es sie noch gibt.




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