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 Brücke am Nordhang

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Riccardo
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Beitrag 31 von 38
BeitragVerfasst am: 22 März 2008 9:36    Brücke am Nordhang  Antworten mit Zitat Nach oben

Moin Gerd...

Du entwickelst Dich noch zum Baufuchs...hab grad gesehen das Du Dein Posting edtiert hast.Die Antwort liegt fast im Satz mit den Klinkern:-)

Ziegel sind für mich Ziegel.Klinkel sind Klinker.Daher gehört das Waaldickformat nicht zum Format und der Norm der "normalen" Ziegel sondern zum Klinkerformat.Bei Klinkern gibt es folgende Formate...
WF Waalformat , WDF Waaldickformat ,dann wieder DF und NF und die Riemchen.

210 x 50 x 100 ist WF...210 x 65 x 100 ist WDF...240 x 50 x 115 ist DF...und 240 x 71 x 115 ist NF. Die Formate der Riemchen gibt es dann in allen Formaten.Bei den Klinkern klammern sich dann die Formsteine aus...gibt es dann z.Bsp als Erkersteine, Winkelsteine, Fensterbanksteine, oder Ecksteine etc.Aber diese basieren alle auf den Grundmaßen der jeweiligen Formate.

Wie gesagt...Ziegel ist Ziegel und Klinker ist Klinker.:-)Ziegel sind ein Baustoff aus gebranntem Ton...werden aus Lehm und Ton, in einem keramischen Brennprozess hergestellt. Man unterscheidet zwischen Hintermauerziegeln, welche durch ein ausgeklügeltes Lochsystem und durch eine Porosierung des Tonmaterials ausgezeichnete Wärmedämm-Eigenschaften erhalten, sowie Vormauerziegeln und Klinkern, die als Sichtmauerziegel in der Fassade jeder Wetterbeanspruchung standhalten.

Klinker sind dann die bei besonders hohen Temperaturen gebrannt und zeichnen sich aus diesem Grund durch Härte und Dichtigkeit des Materials aus. Die daraus folgende Beständigkeit gegen Verwitterung begünstigt die Verwendung als Verblendmauerwerk.

Letztenendlich kann man zwar sagen ein Klinker ist auch ein Ziegel.Ja das stimmt wohl aber der Unterschied liegt im Brennverfahren...denn der bis zur Sinterung gebrannte Ziegel wird als Klinker bezeichnet...der Klinkerscherben weist hohe Dichte und Festigkeit bei niedrigem Wasseraufnahmevermögen auf. Scherben nennt sich das Material wenn es gebrannt ist und gibt die bekannte Farbe rot.Gleichzeitig werden Ziegel (besteht aus tonigen Massen oder Lehm, mit Zusatz von Sand u. a. Magerungsmitteln) werden bei etwa 900 Grad gebrannt...Klinker(gebrannter Ziegel sehr hoher Festigkeit) wird aus kalkarmen Tonen mit etwa 5–8 % Eisengehalt bei ca. 1 100–1 400 °C gesintert.Jetzt wirst Du Dich nach dem Sintern fragen...
Die an der Luft getrockneten Ziegel sind leider nur solange formbeständig und haltbar, solange sie nicht nass werden. Nicht gebrannte Tonwaren können jederzeit wieder durch Einweichen mit Wasser plastisch gemacht werden. Diese Eigenschaft verliert Ton bzw. Lehm erst nach dem Brennen. Beim Brennen wird das chemisch gebundene Kristallwasser (Hydrat) ausgetrieben. Dieser Vorgang ist unumkehrbar, weshalb man einen Ziegelstein nicht mehr "einweichen" kann. Die in die Formen gebrachten Rohlinge (grüne Ware) (man spricht auch vom Grünling)müssen vor dem Brennen zunächst trocknen. Die getrockneten Ziegel durchlaufen dann auf einem selbstfahrenden Wagen einen Tunnelofen, wo sie in 1-3 Tagen bei etwa 900-1000 C° gebrannt werden. Brennt man die Ziegel bei höherer Temperatur, ab etwa 1100 C, dann beginnt die Oberfläche zu schmelzen, zu sintern!!!:-) - wie man sagt. Dabei entstehen Klinker. Diese haben eine höhere Festigkeit und sind frostbeständig. Klinker werden bevorzugt als Vormauerschale (= Klinkerschale) an Gebäuden eingesetzt. Das Wort Klinker leitet sich übrigens von dem Wort Klang ab. Schlägt man nämlich mit einem Hammer gegen einen Klinker,(ich hatte schon öfter meinen Daumen dazwischen) dann klingt er deutlich heller als ein normal gebrannter Ziegel. Möchte man aber Steine produzieren, die eine geringere Rohdichte (unter 1,0 kg/dm3) besitzen, z. B. um sie als wärmedämmende Außenbauteile einsetzen zu können, verfährt man anders: Dem Rohmaterial werden brennbare Bestandteile zugegeben, Sägemehl, Polystyrol o. ä. Beim Brennen verbrennen diese Bestandteile bzw .gasen aus und lassen Luftporen zurück...und dann sind wir bei der Zusammenfassung von Ziegel und Klinker und landen bei den Mauerziegeln:-) die wir dann in folgende Gruppen unterteilen...
Mz Mauerziegel,Hlz Hochlochziegel,VMz Vormauer-Vollziegel ,VHLz Vormauer-Hochlochziegel ,KMz Vollklinker,KHlz Hochlochklinker ,HLzW Leichthochlochziegel mit zusätzlicher Anforderung an die Wärmedämmung.

Aber all das dann auszuführen...dann wird das hier zum Baustoffthread:-)




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Beitrag 32 von 38
BeitragVerfasst am: 22 März 2008 12:05    Brücke am Nordhang  Antworten mit Zitat Nach oben

Hallo Riccardo,

[quote=Riccardo]dann wird das hier zum Baustoffthread:-)[/quote]
stimmt, aber interessant ist die Info. Einiges davon wusste ich schon, da ich mal ein Haus gebaut und mich dabei auch vor Ort beteiligt habe, aber längst nicht alles, ich habe das ja nicht gelernt.
Ich denke, für den Bereich der Moba reicht das, damit man weiß, was für Steine man im Modell vor sich hat, die Wärmedurchgangswerte etc. kann man dem Modell ja nicht ansehen, nur die Formate, wobei die ja auch nicht immer so maßstäblich sind und Ziegelformate in Depron auch nicht maßstäblich umgesetzt werden können, ist einfach zu filigran für dieses Material...

Danke insbesondere für die Infos, wie die Ecken anzufangen sind und die Stürze der Brücken. Ich werde meine Brücke noch mal überarbeiten.




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Beitrag 33 von 38
BeitragVerfasst am: 23 März 2008 20:58    Brücke am Nordhang  Antworten mit Zitat Nach oben

Hallo Riccardo,

haste deine alte Berufschulunterlagen herausgekramt oder hast du das alles noch im Kopf?

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Beitrag 34 von 38
BeitragVerfasst am: 24 März 2008 20:49    Brücke am Nordhang  Antworten mit Zitat Nach oben

Moin Jürgen...

Naja Berufsschule war 1989...einiges im Kopf...einiges nochmal kurz belesen und im Kopf abgeglichen.:-)wie war das noch..."was man einmal lernt vergisst man nicht"




Gruß Riccardo/Spur N/Uhlenbrock IRIS,Spante,Ep.4-5
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Beitrag 35 von 38
BeitragVerfasst am: 27 März 2008 0:08    Brücke am Nordhang  Antworten mit Zitat Nach oben

Hallo Riccardo,
ich hätte da noch mal eine Nachfrage.
Ich habe mir heute noch mal ein Foto des Landwasser-Viadukts angesehen. Dieser steht ja auf relativ hohen "Beinen" und das sichtbare Mauerwerk geht bis in das erste Drittel der Bögen in horizontaler Lage, erst ab da in vertikaler Lage.

Wäre es für meine Brücke, die ja nicht auf so hohen Stempeln steht, aber dennoch einen relativ hohen Bogen hat, der zunächst recht gerade anfängt und erst in einer Höhe von ca. 5 m anfängt, so richtig schräg zu werden, realistisch, auch erst in dieser Höhe mit vertikalen Reihen zu beginnen und alles darunter liegende horizontal zu mauern?

(in etwa nach dem Schema:)

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(ich krieg die unteren Reihen nicht hin, aber man kann hoffentlich erkennen, dass oben Läufer hochkant gemauert sein sollen...)




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Beitrag 36 von 38
BeitragVerfasst am: 27 März 2008 9:52    Brücke am Nordhang  Antworten mit Zitat Nach oben

Moin Gerd...

ja realistisch wäre das schon.Aber die Statische gegebenheiten sind bei einem Viadukt eben anders.Da gilt es gleichzeitig die seitlichen Verschiebungen aufzufangen...und die Druck und Lastverteilung ist bei so einem hohen Viadukt eben anders als bei Deinem Bauwerk.

Sonst stell das Foto doch mal ein was Du meinst...oder ein gleichwertiges...bevor ich mich jetzt endlos "totsuche"...




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Beitrag 37 von 38
BeitragVerfasst am: 27 März 2008 19:46    Brücke am Nordhang  Antworten mit Zitat Nach oben

Hallo Riccardo,
der Viadukt unterscheidet sich in der Tat statisch deutlich von meiner kleinen Brücke:

http://www.boecker-varel.de/images/Eisenbahn%20allg.-RHB_010_Landwasser.JPG

War auch nur so eine Überlegung, ob das generell üblich ist, oder eher nicht. Ich bin über das Bild im Büro eines Kollegen "gestolpert" und habe da die verschiedenen Mauerverbände entdeckt. Da Du vom Sturz gesprochen hast und der gerade Teil wohl eher nicht dazu gehört, habe ich mich gefragt, wo der Sturz anfängt und der Fuß endet...
Vielleicht mache ich mir aber auch einfach zu komplizierte Gedanken, jedenfalls möchte ich die Verkleidung nicht noch unnötig oft ändern müssen...




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Beitrag 38 von 38
BeitragVerfasst am: 18 Nov 2008 21:42    Brücke am Nordhang  Antworten mit Zitat Nach oben

Die Brücke werde ich noch mal neu entwerfen müssen, man kann zu viel von dem eigentlich zu versteckenden SBf dahinter sehen, die Brücke ist zu hoch, als dass die Faller Cars in der Lage wären, die zu erklimmen und daher kann sie allenfalls an einer anderen Stelle stehen. Aber wir am Rhein kennen das Thema Brückenverschub ja schon seit einiger Zeit...



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